![]() | 26. November 2011 Alarmierung In welcher Form Was ist effektiver Alarmierung per Sirene oder per Piper? Werden Sirenen aufgrund von Lärmbelästigung abgeschafft? Lohnt sich die Investition von Funkempfängern? Gibt es Sirenen nur noch auf dem Lande? |
![]() | 26. November 2011 Sirene oder Funkmeldeempfänger Die Sirenen sollten erhalten bleiben.. Die Bevölkerung soll ruhig mitkriegen, dass wir gebraucht werden. Außerdem weiß man nicht, ob wir sie einmal wieder brauchen. Allerdings sollte die Sirene nur bei Großschadensereignissen genutzt werden. Grundsätzlich sollte die Ausstattung mit Funkmeldeempfängern weiter beibehalten werden. Sie erlaubt eine gezielte Alarmierung von bestimmten Mengen an Einsatzkräften und man weckt wegen eines PKW-Brandes nicht gleich die ganze Ortschaft.. (vorausgesetzt, es existiert ein vernünftiges Alarmierungskonzept) Mit der Investition in neue Piepser ist das so eine Sache. Ich hatte in meinen Feuerwehrzeiten zum Beispiel einen uralten BMP der wohl nicht mehr ganz taufrisch war und ohne ein Signal zu empfangen plötzlich losging. Nachts um 3 ist sowas besonders "amüsant"!! Angeblich war kein Geld für Neuanschaffungen vorhanden. Ja, das alte Lied vom Geld.. Man singt es auch bei uns.. Vom digitalen Alarm sollte man allerdings Abstand nehmen. Aufgrund eines "Funklochs" kam hier bei uns in der Gegend ein Alarm bei einer bestimmten Feuerwache nicht an. Bei Wiederholung des Alarms gingen die angefunkten Meldeempfänger wieder nicht los; stattdessen lief das Signal im Nachbarort in der Feuerwehr auf. Wertvolle Zeit ging verloren, die nachher ein Menschenleben kostete. Bei der gestreuten analogen Alarmierung wäre das nicht passiert. Nicht alles was neu ist, muß auch zwangsläufig gut sein. Sirenen haben wir bei uns auch in der Stadt und man sollte sie auch belassen. |
![]() | 26. November 2011 Servus, bei uns wird per Sirene und Piper alarmiert. Aber 2014 soll ja ins ganz Deutschland flächendeckend der Digitalfunk eingeführt werden und dann gibts nur noch Alarmierung über Piper. Wie steht ihr zum Digitalfunk? LG |
![]() | 26. November 2011 Digitalfunk macht Sinn solange die Übertragung flächendeckend gewährleistet ist. Eine Frequenz oder ein Kanal kann gleichzeitig von mehreren Einheiten genutzt werden. Digitalfunk wurde aber auch schonn stark kritisiert. Gerade wegen Funklöchern ähnlich wie im Handy-Netz kann es zu Ausfällen kommen. Auf der anderen Seite funktioniert der Katastrophenschutz schon seit zig-Jahren ohne Digitalfunk und da stellt sich für mich die Frage, ob das letztlich nicht wieder Geldmacherei ist.. Solange es zu solchen Ausfällen wie in meinem vorigen Beitrag kommt, stehe ich dieser Form von Alarmierung sehr skeptisch gegenüber. Gruß - voyager2 |
![]() | 26. November 2011 Ich denke mit dem Digitalfunk ist es so wie mit der Autobahnmaut, hat auch lange gedauert bis es was geworden ist. Müssen uns mal überraschen lassen wie es noch weiter geht. Gruß kleinerPrinz_73 |
![]() | 26. November 2011 In dem Landkreis wo ich wohne, werden die Sirenen wieder aufgebaut nachdem sie Jahrelang vernachlässigt worden sind. Nun werden die aber nicht ausschlieslich zur Alarmierung der Feuerwehr und HiOrgs genutzt, sondern auch für den Katastrophen-und Bevölkerungsschutz. |
![]() | 27. November 2011 Bei uns beim DRK in der Bereitschaft wird noch per gutem alten Schneeballsystem alarmiert. Es funktioniert wunderbar. Da in der heutigen Zeit ja jeder ein Handy besitzt, ist das eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit. Nachdem wir jetzt einen neuen KTW und einen GW-San vom Land NRW für die Einsatz-Einheit bekommen haben, wird wohl ein Teil unserer Einsatzkräfte über kurz oder lang einen Pieper bekommen. Wie auch immer, im Vordergrund steht dabei immer der schnellste Weg der Alarmierung der Einsatzkräfte im Einsatzfall. Dabei ist es egal ob Handy, Pieper oder Sirene. |
![]() | 27. November 2011 Bei meiner HiOrg auch Schneeballsystem OV Leiter über Melder. In der Firma GPS unterstützte Einsatzvergabe direkt an das Fahrzeug welches am schnellsten beim Einsatzort ist. Problem hier wie beim Digitalfunk- Funklöcher. Lg Mika |
![]() | 27. November 2011 Sirene, Piepser, Digitalfunk... ...die Sirene sollte erhalten bleiben. Unserer hiesige Feuerwehr, ich gehöre nicht dazu, nutzt diese einmal im Jahr, um die Jahreshauptübung anzukündigen. Ansonsten werden die Kameraden via Alarmpiepeser eben alarmiert. Wir sollten bei "Abbaugedanken" der Sirenen auch daran denken, welchen Nutzen diese in der Vergangenheit hatten und in der Zukunft vielleicht haben werden. Der Nachteil der Sirene ist eben: Die ganze Bevölkerung wird wach und der "Strom der Schaulustigen" wird dadurch zusätzlich genährt. In der Organisation, in welcher ich arbeite, wird der neue Digitalfunk flächendeckend eingesetzt und als Großprojekt, federführend für ganz Baden-Württemberg, derzeit in allen Extremsituationen erprobt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Jede Organisation hat eine eigene Frequenz. Mehrere Organisationseinheiten lassen sich flächendeckend zusammenlegen. Mit wenigen Handgriffen könnte ich theoretisch mit Hamburg sprechen, ohne wie bisher über meine höchste Leitstelle "aufgeschaltet" werden zu müssen. Aufgrund der Vielzahl neuer Sende- und Empfängerstationen haben wir keine Funklöcher mehr. Die bisherigen Funklöcher des Analogfunkes bestehen einfach nicht mehr. Mehr kann und darf ich nicht schreiben, aber der Digitalfunk beginnt sich zu bewähren. |
![]() | 27. November 2011 Bei uns (Feuerwehrtechnisch) gibt es die Sirenen noch und sie werden auch noch bei großen Schadensereignissen eingesetzt. Auch wenn trotz 2maliger Melderalarmierung nicht genügend Einsatzkräfte kommen, löst die Lst die Sirenen aus (kommt aber höchst selten vor). Häufiger ist das Problem, dass zwar genug Einsatzkräfte vor Ort sind, aber ein Fahrer fehlt. Gerade die jungen Kameraden dürfen eben nur Klasse B fahren... Wir haben vor etwa einem Jahr von analogen FME auf digitale DME umgestellt. Bislang gab es noch überhaupt keine Probleme. Zur Sicherheit haben wir aber die FME noch und sie werden zusammen mit den DME ausgelöst. Aber weil, wie beschrieben, noch nie Probleme aufgetreten sind "schlummert" mein FME so vor sich hin. Hin und wieder schalte ich ihn nach einer Alarmierung ein um auf dem Weg zum Gerätehaus mitzuhören, ob sich schon ein Fahrzeug auf Anfahrt meldet. Ja ich weiß, das ist verboten... Scheiß drauf. Ich habe zwar einen relativ kurzen Weg, aber komme bei mir aus der Strasse nur mit viel Glück mal raus. Dementsprechend brauche ich eben etwas länger. Will mir auch nicht den Hals abfahren, nur um erster zu sein. Solche Spinner gibt es genug. Wenn sich also bereits dann schon ein Fahrzeug z.B. zur Türöffnung auf Anfahrt meldet , drehe ich wieder um. Mehr als ein Fahrzeug braucht's da nicht. Auch unsere SEG hat auf DME umgestellt und das läuft hervoragend. Wo "früher" mit den FME nur eine "Einsatz für die SEG"-Durchsag kam, kann man nun genau nachlesen welche MANV-Stufe ausgelöst wird, welche Komponenten benötigt werden und ob als geschlossene Einhaeit oder einzeln angerückt werden soll. Das erspart jede Menge Funkverkehr auf dem RD-Kanal, der bei Großschadenslagen ja eh schon mächtig belastet ist. Ich persönlich halte die digitale Alarmierung für einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn ich unsere Nachbarn in NRW anschaue, die diesen Schritt bereits vor etlichen Jahren gemacht haben, hängen wir zwar noch hinterher, aber langsam wird es... Das einzige "Problem", dass ich im Zusammenhang mit der digitalen Alarmierung bei der Feuerwehr sehe, sind die Kameraden, die sich ihre Einsätze "aussuchen". Manch einer, der nach einer Analogalarmierung noch den Arbeitsplatz verlassen hätte, weil eben nur "techn. Hilfeleistung" durchgesagt wurde, bleibt jetzt dem Gerätehaus fern, wenn er "Ölspur im Ortsbereich" liest. Dadurch könnte es im Extremfall passieren, dass kaum noch jemand zu den "kleinen" Einsätzen kommt. Wir haben dieses Problem aber (noch) nicht. |
![]() | 27. November 2011 Bitte beachtet bei euren Beiträgen auch, dass es einen Unterschied zwischen Digitalfunk und der digitalen Alarmierung gibt. Will nicht klugscheißen, aber ich habe das Gefühl, dass manche die Digitalalarmierung und den Digitalfunk gleichsetzen. Während die digitale Alarmierung quasi noch im analogen Funknetz läuft und schon weit verbreitet ist, ist der Digitalfunk noch in der Erprobungsphase und wird es wohl auch noch ein paar Jahre bleiben. Wichtig wäre doch, dass man (auch wenn das nicht möglich sein wird, der Bürokratie sei Dank) ganz Deutschland zeitgleich mit Digitalfunk ausrüstet. Sonst fährt man mal zur "Nachbarschaftshilfe" in den Nachbarkreis oder ein anderes Bundesland und hat dort keine Möglichkeit sich zu verständigen. Oder man muss für eine "Übergangszeit" zwei Funkgeräte verbauen... |
![]() | 27. November 2011 Sirenenalarm ich vermisse die Sirenenproben am Sonntag morgen |
![]() | 27. November 2011 Ja.... Das hatte was die Sirenenproben schade das es sowas nicht mehr sooft giebt. |
![]() | 27. November 2011 Ich (Chris) wohne direkt hnter der Feuerwache. Ich bekomme quasi zu jder Uhrzeit mit wenn die Kameraden der FFw ausrücken.( immer mit SoSi!) Außerdem haben wir bei uns jeden! 1. Samstag im Monat um 11:30 Uhr Sirenenprobe. |
![]() | 06. Dezember 2011 Hi Guten Tag.... bei uns wird jeden 1. Samstag (wenn kein Feiertag ist) im Monat die Sirene gezogen zur Probealarmierung... und natürlich bei größeren Schäden oder Einsätzen "heulen" dann die Sirenen im Dorf. Ansonsten gibt es in unserer Ortswehr Pieper oder die Alarmierung geht auf dem Handy ein... |